Mail von Rewe auf die Anfrage

Sehr geehrter Herr Menze,

herzlichen Dank für Ihre E-Mail.

Eine Annahme von mitgebrachte Behältern und die Befüllung durch das Verkaufspersonal ist aufgrund der Verantwortung des Lebensmittelunternehmers und des schwer prüfbaren Hygienezustandes der mitgebrachten Behälter aus unserer Sicht als zu kritisch einzustufen, um dies generell einzuführen. Diese Haltung ist aktuell auch noch vorherrschend in den zuständigen Überwachungsbehörden. So liegt uns ein Schreiben des Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen an alle Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter vor. Dort heißt es: „Gemäß Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV) muss jegliche nachteilige Beeinflussung von Lebensmitteln, die an andere abgegeben werden, ausgeschlossen sein. Der Verkauf von Lebensmitteln in von Kunden mitgebrachten Behältnissen ist rechtlich nicht ausdrücklich verboten. Jedoch bestehen Bedenken aufgrund des unbekannten Hygienestatus der von Kunden mitgebrachten Behältnisse. (…) Betriebe, in denen die Befüllung hinter der Bedientheke erfolgt: Eine Annahme von mitgebrachten Behältern und die Befüllung durch das Verkaufspersonal wird aufgrund der Verantwortung des Lebensmittelunternehmers und des schwer prüfbaren Hygienezustandes der mitgebrachten Behälter daher grundsätzlich abgelehnt.“

Um hier nicht nur den hygienerechtlichen Anforderungen zu genügen, sondern auch und insbesondere einen maximalen Verbraucherschutz zu gewährleisten, bedarf es der Installierung eines weitreichenden und individuell angepassten Handhabungskonzeptes für die Bedienungstheke eines Supermarktes. Hierfür ist die enge Abstimmung mit dem für den jeweiligen Supermarkt zuständigen Lebensmittelüberwachungs- bzw. Veterinäramt erforderlich. Für wenige Supermärkte, wie sie z.B. Tegut hat, ist der organisatorische Aufwand verhältnismäßig überschaubar, ebenso das “Restrisiko” durch Handhabungsfehler seitens Personal oder Kunden. Für 3.500 Supermärkte und 27 Millionen Kunden in der Woche, die REWE hat, schon nicht mehr. Zudem hat REWE aufgrund der genossenschaftlichen Unternehmensstrukturen keine Weisungsbefugnis diesbezüglich. Die rund 1.500 selbstständigen REWE-Kaufleuten entscheiden selbst, wie sie ihre REWE-Supermärkte betreiben.

Selbstverständlich hat auch REWE entsprechende Handlungskonzepte und Möglichkeiten getestet. Diese Tests haben ergeben, dass die Praktikabilität der bisher genehmigte Handhabungskonzepte schwierig und aufwändig sowie die Kundenakzeptanz des Services weit überwiegend zurückhaltend ist. Vor diesem Hintergrund sind manche Märkte wieder zur herkömmlichen Handhabe zurückgekehrt, andere testen weiter. REWE arbeitet daher weiter daran, hier gesetzeskonforme, praktikable und für unsere Kunden zumutbare Lösungen zu finden.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Bonrath
Pressesprecher

REWE Markt GmbH
Unternehmenskommunikation
Büroanschrift: Stolberger Str. 76/78 – 50933 Köln
Postanschrift: Domstr. 20 – 50668 Köln
Geschäftsführer: Dr. Daniela Büchel, Hilmar Hübers, Peter Maly, Telerik Schischmanow
Registergericht, Sitz: Amtsgericht Köln (HRB 66773), Köln
USt.-Id-Nr.: DE 812 706 034

Tel.: +49 (0)221-149-1644
Fax: +49 (0)221-149-971644
e-mail: thomas.bonrath@rewe-group.com
www.rewe.de

Ein Unternehmen der REWE Group
http://www.rewe-group.com

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: Manfred Menze [mailto:manfredmenze@t-online.de]
Gesendet: Mittwoch, 21. November 2018 21:43
An: Presse Rewe
Betreff: Keine Verpackung mehr an der Frischtheke

Hallo Rewe,
Wir möchten bei ihrer Frischtheke die Ware in einem eigenen Behältnis mitnehmen.
Warum geht das bei Rewe nicht?
Bei Teegut hat mal eine Lösung dafür gefunden. Wir sehen das Rewe zurzeit aktiv Themen verändert.
Wir würden uns hier auch eine schnelle Lösung wünschen.

Solange können wir leider nicht mehr bei ihrer Frischtheke einkaufen.

Ihre Kunden.

Manfred Menze

mmenze

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